Misandei

Unsere Mimi, die Prinzessin unserer Bande. Auch sie kommt aus Spanien und wurde durch Katzenpflegestelle vermittelt.

Ein Mädchen zu 3 Jungs zu setzen ist eine mutige Entscheidung, darüber waren wir uns bewusst. Doch die Infos aus Spanien ließen uns diese Entscheidung treffen, zum einen war Muffin ein kleiner „Schöngeist“ zum anderen ist Mimi selbstbewusst und hat Katern zusammen gelebt, mit denen es sehr harmonisch war. Auch hier war die Einschätzung richtig und Mimi hat ihre Jungs im Griff! Sie kann raufen wie ein Kater.

Mimi fiel das ankommen hier schwer. Die ersten Tage hat sie sehr getrauert und sich zurück gezogen. Wollte nicht fressen und auch mit uns noch nicht wirklich Kontakt. Wir wussten, dass da nur Zeit und Geduld hilft und diese Zeit bekam sie. Nach einigem probieren und testen fanden wir dann auch ein hochwertiges Futter, das sie gut fand.

Und so kam sie Stück für Stück hier an, legte ihre Trauer ab und fand sich in ihrem Leben ein. Manche dieser Seelchen benötigen einfach Zeit und es ist wichtig, dass sie diese bekommen. Heute frisst Mimi souverän hochwertiges Nassfutter, tobt mit den Jungs und ist eben unser Prinzesschen.

Nach und nach hat sich bei Mimi vor allem eines herauskristallisiert: Mimi ist hier die „Papa-Katze“. Ist mein Mann zuhause geht für Mimi die Sonne auf. Sie folgt ihm auf Schritt und Tritt, sitzt er irgendwo ist Mimi nicht weit. Diese Entwicklung zu sehen ist wunderschön.

Was wir über Mimi wissen: Mimi wurde von den Tierschützern vor Ort an einem Restaurant entdeckt, da sie sehr zutraulich war und keine Besitzer hatte wurde sie ALBA übergeben. Die ersten Monate verbrachte sie dann auf einer liebevollen Pflegestelle in Spanien und wurde dann von dort aus vermittelt.

Mimi liebt wilde Jagdspiele mit Angeln, TastyCat und ihren „Papa“. Mimi lehnt jede Form von Leckerchen ab und Fummelbretter sind nicht so ihr Ding.

Esteban

Esteban war unser erster Spanier. Nach dem plötzlichen Tod von Jack war für uns nach einer Zeit der Trauer und der Beobachtung von Muffin klar, dass er einen neuen Partner braucht. Es war klar, dass wir eine Katze suchen, die ein ähnliches Alter hat, vom Charakter her ähnlich ist und dass ein Kater vermutlich besser klappen wird.

So fingen wir also an uns im Tierschutz umzuschauen und da für uns Tierschutz nicht an Landesgrenzen endet haben wir uns auch im Ausland nach passenden Tieren umgeschaut. So entdeckten wir die „ALBA Madrid“ und „Katzenpflegestelle“ nach einigen Telefonaten stand fest, dass wir die Arbeit sowohl in Spanien vor Ort, als auch die Arbeit in Deutschland von Katzenpflegestelle seriös finden. Von spanischer Seite kam die Einschätzung, dass Esteban hier gut passen könnte und so wurde ein Adoptionsvertrag gemacht.

Im September war es dann so weit und ich bin los gefahren um unseren schwarzen Panther abzuholen. Was wir über ihn wissen: er war ca. 3 Jahre alt, hatte wohl eine Familie und wurde ausgesetzt, denn er wurde mit einem Halsband auf der Straße gefunden. Nie haben wir daran gezweifelt, dass es richtig war ihn zu adoptieren, genau wie JEDE Katze hat er eine Persönlichkeit und ist individuell und er ist gut so wie er ist!

Er liebt BARF-Mahlzeiten. Hochwertiges Nassfutter frisst er mittlerweile absolut problemlos. Fummelbretter sind für ihn das Größte. Sein Laufrad ist sein größter Schatz in dem er gerne seine Runden dreht. Er hat eine Obsession für Backwaren, die bekommt er natürlich nicht, aber versuchen kann man es ja mal.

Dali

Dali, unser 3Käsehoch zog gemeinsam mit Mimi hier ein. Der kleine, sehr soziale und absolut selbstbewusste Graupelz ist im Januar hier aus der Transportbox gestiegen, hat sich umgeschaut und beschlossen „ich wohn jetzt hier, kay“? Ja, Dali, es ist ok, dass du jetzt hier wohnst. 

Im Februar wurde bei Dali felines Asthma diagnostiziert. Noch ist die Erkrankung nur minimal ausgeprägt. Aktuell wird Dali von unserer Tierheilpraktikerin mit Vitalpilzen unterstützt und das klappt gut. Wir sind uns klar darüber, dass die Erkrankung sehr wahrscheinlich nach und nach stärker zu Tage treten wird und wir auf lange Sicht irgendwann auch über Kortison nachdenken müssen, doch noch ist das in einer sehr fernen Zukunft und so wird der kleine Sonnenschein genau auf seinen aktuellen Stand abgestimmt unterstützt.

Was wir über Dali wissen: Eines morgens beim kontrollieren einer Futterstelle war er plötzlich da, ca 5-6 Wochen alt, ohne Mutter, ohne Geschwister. In der Nacht ausgesetzt und sich selbst überlassen. Derjenige, der sich ihm auf diese Art entledigt hat, war ja wenigstens noch so umsichtig, ihn an einem betreuten Platz auszusetzen und nicht irgendwo. Sein Weg führte ihn dann in eine Pflegestelle, in der er mit anderen Katzen gemeinsam aufwachsen konnte. So hat er dann auch ohne Mutter oder Geschwister die Chance gehabt, sozialisiert zu werden und die kätzische Kommunikation zu erlernen. Dali liebt hochwertiges Nassfutter, würde für Leckerchen alles tun und fummelt mit Esteban um die Wette! An seiner Leidenschaft für Spielzeuge die Geräusche machen lässt er uns gerne auch mitten in der Nacht teilhaben.

Dali ist der gesprächige unserer Bande, alles, wirklich alles wird von ihm kommentiert! Kommt man abends von der Arbeit steht er bereits an der Tür er erzählt sehr detailliert wie sein Tag war.

Jino

Jino, der kleine Maine Coon Kater, ist Ende September 2018 bei uns eingezogen. Seine Züchterin ist unsere THP und wir kennen den kleinen Keks seit seiner Geburt und verfolgen seine Entwicklung. Es dauerte lange bis wir uns dazu entschlossen ihn persönlich kennen lernen zu wollen und zu schauen, ob er sich vorstellen könnte bei uns zu wohnen.

Die Trauer über Muffins Tod war noch sehr präsent und ich hatte die Befürchtung, dass ich einen „Ersatz-Muffin“ suche und der kleine dann diese Erwartungen nicht erfüllen kann. Diese Befürchtungen waren aber dann sofort weggewischt, als dieser kleine Fussel das erste Mal auf mich gekrabbelt ist! Er ist eine ganz eigene kleine, sehr liebenswerte Persönlichkeit! 

Muffin ✝️ 05/2018

Muffin, unsere Schmusefluse. Als wir ihn im Tierheim zusammen mit seinem Freund Jack sahen, war es um uns geschehen! Diese beiden Katzen sollten UNSERE Katzen sein! Wer hätte geahnt, wie sich die Dinge entwickeln. Wohl niemand. Die Mitarbeiter im Tierheim erklärten uns offen und ehrlich, dass ihre Einschätzung ist, dass diese beiden und Muffin im speziellen nie Kuschelkatzen werden. Damals ahnte ich ja nicht im Ansatz, dass so etwas ein ganz häufiger Abgabe-Grund ist. Dass nicht erfüllte Erwartungen dazu führen, dass der Mensch sich (schnell) wieder trennt.

Uns war das egal. Unsere Vorstellung war: die beiden dürfen zu uns ziehen und dann so sein, wie sie wollen und sie sollen einfach nur wissen, dass ein Leben als Katze schön sein kann.

So weit so gut! Nach dem Einzug bei uns hätte Muffin auch gut und gerne „Mister Undercouch“ heißen können. Denn genau dort verbrachte er den gesamten Tag, nur Nachts wenn wir schliefen ging er auf Tour. Er fraß, nutzte das Klo und schaute sich um. Der Tod von Jack nur zwei Tage nach dem Einzug war ein großer Schreck für uns, für Muffin wohl aber die Initialzündung, er krabbelte unter der Couch hervor und „versuchte es mal mit uns“.

Nach und nach hat sich aus dem ängstlichen, scheuen kleinen Kerlchen ein selbstbewusster, verschmuster, liebenswerter, sanfter Kater entwickelt. Mit ihm gemeinsam lernte ich so vieles. Ich fing an mich über unterschiedliche Qualitäten von Futter zu informieren, belas mich intensiv darüber, wie Kratzmöbel aussehen sollten um katzengerecht zu sein und so vieles mehr. Je mehr ich erfuhr, desto mehr wollte ich erfahren.

Und so war der Weg irgendwann klar: ein Studium der Tierpsychologie mit Schwerpunkt Katze um in der Beratung für Halter und Katze arbeiten zu können. Als Muffin im Mai diesen Jahres über die Regenbogen-Brücke hatte ich das Gefühl daran zu zerbrechen. So klein er war, so riesig ist die Lücke die er hinterläßt. Uns war klar, dass irgendwann eine Katze kommen wird, bei der wir wieder bereit sind, aber es brauchte Zeit.

Auch dir, meine Schmusefluse bin ich zu tiefstem Dank verpflichtet. Auch du bist für immer bei uns und wir tragen dich in unseren Herzen. Es war mir eine Ehre!

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