Jahresrückblog 2020

Von Katrin

2020, 3 Catladies, Jahresrückblick, Mensch-Katze-Team

2020 Ein Jahr wie kein anderes

Ein Jahr wie jedes andere…

Du wunderst dich jetzt vielleicht, wie kann ein Jahr wie kein anderes und gleichzeitig wie jedes andere sein….

Ich bin davon überzeugt, dass das Leben im ständigen Fluss ist, dass nichts gleich bleibt, alles sich ändert, wandelt

Und so ist auch 2020 eben anders, besonders, speziell.

- ne Pandemie hätte ich für diese Erkenntnis nicht gebraucht… aber man nimmt es eben wie es kommt -

Konfetti… mehr Konfetti in meinem Alltag

Ich startete im Januar mit dem Motto „mehr Konfetti“, das lag daran, dass meine neue Einrichtung genau so hieß.

Und ich bekam Konfetti! Aber sowas von! Die Elterninitiative im Herzen von München ist eine Ausnahme, die Ihresgleichen sucht! Ein unglaublich professionell agierender Vorstand, ein Team, das genau das ist, ein Team!

Alle für einen, einer für alle! Zusammenhalt wird hier nicht nur groß geschrieben, sondern gelebt.

Es war eine wundervolle Zeit, eine Erfahrung die ich im Herzen trage und eine Erinnerung, die mir sehr kostbar ist.

Wie speziell und besonders diese eine Einrichtung ist, wurde dann ab März besonders deutlich.


WIR GEMEINSAM - auch in einer mehr als aussergewöhnlichen Situation, in einer Situation, für die keiner einen Fahrplan hat - Social Distancing bedeutete vor allem eines - in Kontakt sein und bleiben - Wir alle gemeinsam suchten und fanden Lösungen um für einander da zu sein, Eltern entschieden in extrem hohem Maß verantwortungsbewusst, wie sie mit dem Thema Notbetreuung umgehen. Und das vielleicht wichtigste in dieser Zeit, es gab eine besondere Magie bei uns, wir hielten alle zusammen, nahmen Rücksicht auf einander schätzten dieses Gefühl alle sehr!

Viele ErzieherInnen klagen, völlig zurecht über die mangelnde Anerkennung unseres Berufs. Ich bin eine der unglaublich glücklichen, die das genau Gegenteil spüren durfte. Diese Erfahrung erfüllt mich mit Dankbarkeit, diese Erfahrung hätte ich ohne Corona definitiv nicht so intensiv gemacht, es wäre mir nicht so bewusst geworden.


Als ich im Juni in einem Online- Elternabend sagte, dass mein Weg bei Konfetti endet und mein neuer Lebensabschnitt mich nach Krefeld führt, tat es weh, es schmerzte unsagbar, ich sah in die Gesichter der Eltern und Teammitglieder - die natürlich schon länger wussten, dass ich neue Wege gehe - und sagte mit Tränenerstickter Stimme


Mit keiner anderen Einrichtung wäre ich lieber durch diese Pandemie gegangen

Und genau so war es…. So ist es… so wird es bleiben

Jedem Abschied wohnt der Zauber des Neubeginns inne, doch vielen Abschieden wohnt vor allem auch der Schmerz des loslassens inne! 

Je mehr es schmerzt, desto wertvoller ist es.

Corona… 

Der  13. März, Freitag, der 13…..

Bin ich abergläubisch? Nicht wirklich - ich meine, Hallo? Ich hab ne schwarze Katze - aber es bleibt ein Fakt, dass Freitag der 13. der letzte Tag war, an dem alles irgendwie „normal“ war… so normal wie es eben sein kann.

Am späten Vormittag wurde aus Gerüchten und „durchgesickerten“ Infos ein klarer Fakt, eine definitive Mitteilung.

Ab Montag sind Schulen und Kindertageseinrichtungen geschlossen.

Der Rest dieses Tages war geschäftiges Treiben angesagt, denn man schließt da nicht einfach Nachmittags die Türe ab und geht… alles musste geplant und vorbereitet werden, Wäsche, Lebensmittel mussten versorgt werden.

Als wir uns an diesem Nachmittag von einander verabschiedet haben - mit dem Satz BLEIB GESUND - wussten wir weder was auf uns zukommt, noch wie lange das alles dauern wird.

Was ich persönlich nicht wusste, wie stark es mich verändert wird, wie groß die Auswirkungen auf mein Leben sein werden. Im Rückblick kann ich sagen, dass mir heute zum ersten mal klar ist, was es bedeutet in Freiheit in einem demokratischen Land geboren zu sein.

Wie sehr ich diese Werte und diese Lebenswirklichkeit tief in mir verankert habe. Vieles war eine Erschütterung tief in mir, manches tat weh, manchmal hatte und habe ich Angst, oft bin ich dankbar, hin und wieder wird alles zu viel, es gibt Momente da bin ich „müde“, Frustration ist intensiver, es gibt Momente der Freude, die so viel tiefer gehen, so stärker berühren… das alles und vermutlich noch so viel mehr ist für mich untrennbar mit diesem Virus, dieser Pandemie, diesem Jahr verbunden.

Ich bin glücklich in einer wirklich stabilen Partnerschaft zu leben, in einer Partnerschaft, in der auch das plötzliche und dauerhafte aufeinander hocken und von Zuhause arbeiten nicht zu Streit - ok.. nicht mehr Streit als sonst - oder vielleicht sogar einer Trennung führt. Ich bin dankbar, dass wir auch nach all den Jahren noch miteinander und über einander lachen können, selbst wenn wir gemeinsam daheim bleiben.


Ich fühle mich sehr beschenkt mit einem Mann, der es schafft mich auszuhalten 

  • gar nicht mal sooo leicht manchmal - wenn Wut ihren Weg nach draussen sucht, der Tränen akzeptieren kann, wenn ich einfach mal traurig sein muss, der pure Freude mit mir teilt.

Das alles ist weit weg von einer Selbstverständlichkeit!

Wir leben in einer technisch sehr fortschrittlichen Zeit, was ich noch mehr zu schätzen lernte!

So konnte man in Kontakt bleiben, zumindest ein bisschen und irgendwie…


Aber, der Moment, als wir uns als Team zur ersten Besprechung in der Einrichtung trafen - natürlich unter Einhaltung aller zu der Zeit aktuellen Regelungen - hatte ich Pipi in den Augen und Gänsehaut. Noch nie zuvor in meinem Leben habe ich so deutlich gespürt, wie wichtig, wie essentiell für mich Kontakte mit Menschen im echten Leben sind. Wie komplett anders es ist, jemandem wirklich gegenüber zu stehen! Ich denke, dies sollte ich niemals mehr vergessen! Und ich glaube, dass ich auch für diese Erfahrung dankbar sein darf


Online ist ja eh so ein Thema dieses Jahr! Plötzlich musste ganz vieles von offline zu online transferiert werden. 

Elternabende

Teammeetings

Beratung

Vorträge

Workshops

Was mein Katzenbusiness angeht war ich mehr als froh, dass ich ohnehin von Anfang an gerne online Beratungen angeboten habe, für vieles weiters war ich unglaublich glücklich bereits im Jahr zuvor in ein Business Coaching eingestiegen zu sein. Der Fokus lag hier bereits auf online und so fühlte ich mich gut vorbereitet und begleitet.


Wirklich toll ist für mich, dass durch die so besondere Situation ganz neue Kontakte entstanden sind und intensiv gepflegt wurden und werden. Da sind plötzlich Freundschaften ganz neu entstanden und werden nun gepflegt.

Und auch hier gilt: ich freue mich darauf, diese Menschen irgendwann in der realen Welt zu treffen… doch bis dahin haben wir ja Video-Calls.


3 Catladies - Wenn aus ner fixen Idee ein Projekt für den Tierschutz wird

Das Projekt Drei Catladies…. Mensch… ohne Corona hätte es dieses vielleicht gar nicht gegeben? Denn die neue Situation war es, die das ganze ins Rollen brachte. Durch die Veränderungen im ersten Lockdown, hatten wir schlicht mehr Zeit uns auszutauschen und, so schräg es auch klingt uns besser kennen zu lernen…. So entstand bei uns die Idee für das Projekt, Stück für Stück nahm das ganze Formen an:

  • Jede hat ein Herzthema, ein Thema bei dem sie ein großes Wissen hat
  • Diese Themen ergänzen sich wunderbar zu einem tollen Paket für Mensch-Katze-Teams
  • Durch Corona fallen dem Tierheim in Gelsenkirchen Einnahmen weg
  • Für uns fallen Möglichkeiten aus, offline unser Wissen weiterzugeben
  • Die Katzenhüter könnten Interesse daran haben, mehr online Angebote zu finden
  • Durch kleine Preise möglichst vielen Hütern unser Wissen zugänglich machen
  • Einnahmen an den Tierschutz spenden
Katzenverhalten

Das war so im groben unser Plan, unsere Idee. Am 01.04.2020 war es so weit… das erste Video ging online… uuuuund OH MEIN GOTT… wir hatten Käufer. Wir sind bei den ersten Zahlungseingängen jedes Mal auf neue ausgeflippt…  Nach und nach sind mehr Videos entstanden, die Themen sind Ernährung, Clickern mit Katzen und Bindung…

Ein großes Highlight mit verdammt viel „Schiss“ im Vorfeld war im September unser erstes gemeinsames Live-Webinar

  • Bekommen wir das hin
  • Macht die Technik mit
  • Was ist wenn ich vergesse, was ich sagen wollte
  • Was ist, wenn die Präsentation nicht klappt
  • Ton
  • Bild
  • Oh gott… nicht dass ich mich verhaspel oder stottere oder oder oder

Wir alle drei waren mehr als nervös! Und was soll ich sagen… es hat alles toll geklappt, wir wurden von euch durch den Abend getragen… geplant waren 90 Minuten, am Ende waren wir fast 3 Stunden für euch da… und wir haben es so sehr genossen!

Noch völlig überwältigt von dem Abend haben wir dann Kassensturz gemacht und waren schon wieder überwältigt, allein dieser Abend spielte 400€ ein… was soll ich sagen… geheult haben wir, einfach nur geheult, 400€ sind eine wirklich große Summe und wir waren sprachlos.

Bereits vor dem Webinar hatten wir beschlossen, dass dieses Mal Sachspenden geshoppt werden, denn Sachspenden sind in aller Regel sehr willkommen, gerade und vor allem wenn sie in Absprache gekauft werden.

Und genau das haben wir gemacht. Jasmin alias Frau Clickerlöwe arbeitet hauptamtlich im Gelsenkirchener Tierheim und so ist sie bereits am Tag nach dem Webinar ins Katzenhaus marschiert und hat die PflegerInnen und ehrenamtlichen Schmuser gebeten Wünsche aufzuschreiben…


Nach gut einer Woche hatte wir also einen prallgefüllten Zettel, von kleineren Wünschen, wie einem speziellen Futter oder einem kleinen Spielzeug bis hin zu großen Wünschen, nämlich Kratzbäumen und chipgesteuerten Futterautomaten war quer Beet alles dabei.

Mhhh wie soll man denn da Entscheidungen treffen… gut, dass wir zu dritt sind! So war es nämlich möglich sich auszutauschen, Brainstorming, Gedanken austauschen….

Recht schnell war klar: die Futterautomaten, ein absoluter LUXUSWUNSCH, aber genau den möchten wir unbedingt erfüllen… du fragst vielleicht nach dem Warum, wenn ich doch von Luxus schreibe…

Es gibt viele Katzen mit Erkrankungen die eine spezielle Ernährung benötigen, ein Spezialfutter oder Medikamente/Nahrungsergänzungen im Futter. Das ist im Tierheim schwierig zu realisieren. Solche Automaten erleichtern also allen die Situation.

Der Preis für die Automaten ist jedoch echt ne Hausnummer und da hatte Miriam (ihr kennt sie sicher, denn sie ist der Kopf hinter Katzenfieber) einen -wie ich bis heute finde- genialen Einfall! Sie sagte spontan: lasst uns einfach mal bei unseren Followern fragen, ob wir vielleicht gebrauchte, etwas günstiger, abkaufen können… und wir waren -ja schon wieder- überwältigt!

Wir konnten zu einem unfassbar fairen Preis gleich 3 Automaten plus einiger Keramiknäpfe, passend für die Automaten, kaufen… was ausser DANKE könnte ich hier sagen? NICHTS! Und dann gab es plötzlich eine Nachricht, da wussten wir dann echt gar nicht mehr, was wir noch sagen sollen…

Eine unglaublich großzügige Person aus unserer Community meldete sich und teilte „mal eben“ mit, sie habe auch noch Automaten und würde sie dann die Woche als Spende im Tierheim abgeben….

Leute… sowas darf man doch nicht mit uns machen! Du ahnst es vielleicht… ich erzähl es trotzdem… natürlich haben wir wieder geflennt! Es gingen tränenerstickt, gerührte Sprachnachrichten hin und her… Wir waren und sind überwältigt von allem dem, was wir erleben durften und von dieser Großzügigkeit!

Mit dem „Restgeld“ waren wir dann online shoppen… kleine Kratzbäumchen, die in die Quarantäneboxen passen, einiges an hochwertigem Futter, artgerechte Leckerli und auch einige Dosen Ergänzungsfutter landeten nach und nach in unserem virtuellen Einkaufswagen… und es machte soooooo viel Spaß zu shoppen… alter Schwede, es war ein wunderbares Gefühl….


AHHHHH da war ja noch der Wunsch nach neuen Spielsachen!

Nee, vergessen hatten wir es nicht!

Wir wollten gerne qualitativ hochwertiges und vor allem artgerechte Spielzeug.

Im Tierheim gibt es dann noch eine Sache, die beachtet werden muss… die Hygiene… Spielsachen dürfen nicht unter den Katzen/Boxen getauscht werden….

Da war es ziemlich schnell klar, dass wir eigentlich gern die Flattara, die spezielle Spielangel von Selectcats kaufen möchten.

Die Angeln sind wirklich sehr robust und stabil.

Die Katzen total drauf

Und, das ist für uns ein Riesen Punkt gewesen, man kann die Anhänger abmachen.

Wir hatten also die Idee, ein paar -vielleicht 2-3- Angeln, denn diese kann man beim Verlassen der jeweiligen Box desinfizieren und eine etwas größere Anzahl an Anhängern, diese kann man dann kennzeichnen und den jeweiligen Katzen zuordnen.

Da die Flattara einen höheren Preis hat als 08/15 Angeln (sie ist ohne wenn und aber jeden Cent wert!) wir aber ein wenig eingeschränkt waren, was das Budget angeht, hatte ich mich direkt an Selectcats in Linz gewandt, unser Projekt kurz vorgestellt und dann mein Anliegen geäussert. Mein Anliegen -evtl. Einen etwas vergünstigten Preis für den Tierschutz-

Tja… kurz danach haben wir schon wieder geheult!

Denn ich bekam nicht ein Angebot mit günstigem Preis, ich bekam die Zusage einer Spende… einfach so! Einfach so hieß es: uns liegt der Tierschutz doch auch sehr am Herzen, wenn wir unterstützen können tun wir dies gerne!

Sprachlosigkeit, Dankbarkeit, Freude, Glück… das alles brach im selben Moment über uns herein…

Wir waren dann nochmal fassungslos und überwältigt und dankbar als das Paket im Tierheim geöffnet wurde! Großzügig ist nämlich nicht Ansatzweise das richtige Wort! Selectcats haben ein wirklich riesiges Paket geschickt! So viele Angeln und Anhänger! So viele Katzen, die mit diesen Angeln spielen können….

Sagte ich schon, wie glücklich und dankbar ich bin?

Während ich an diesem Rückblick sitze läuft gerade der erste Kurs der Catladies…

Wie verrückt das alles ist!

Auch 2021 geht das Projekt weiter und wir freuen uns darüber!

Unglaubliche 1000€ sind in diesem Jahr zusammengekommen… was für eine unglaublich große Summe

Und plötzlich weiß ich was wirklich zählt

Im Frühsommer wurde dann aus einer großen Sorge traurige Gewissheit, wir erfuhren, dass ein enges Familienmitglied den Kampf gegen seine Krebserkrankung verlieren wird und die noch verbleibende Zeit sehr begrenzt ist.

Wir hatten das wirklich große Glück, dass wir uns nochmal die Zeit nahmen, trotz der verhältnismäßig großen Distanz, die da noch zwischen uns lag, einen gemeinsamen Tag zu verbringen…

Wir saßen gemeinsam im Garten, es wurde viel gelacht und geredet und wir haben genau das getan, was so oft untergeht! Wir haben einfach nur den Moment genossen, diese gemeinsame Zeit in uns aufgesaugt, bewusst Erinnerungen geschaffen…

Und hier bleibt das Gefühl dankbar zu sein… wir hatten die Möglichkeit nochmal ganz bewusst gemeinsam zu sein… Wir haben uns gegenseitig Zeit geschenkt, waren uns nochmal besonders nah

Online statt offline

Mit der neuen Situation gab es natürlich auch neue Herausforderungen.

Ich war in dieser Situation extrem froh, einerseits bereits seit Gründung immer aus voller Überzeugung meine Beratungen online angeboten zu habe, so war dies nichts neues, nichts was ich womöglich vorher sogar negativ bewertet und abgelehnt habe….

Zum anderen war ich mehr als glücklich, bereits seit September 2019 im ShePreneur Insider Club Mitglied zu sein. Das Coaching ist generell sehr stark auf online ausgelegt und so hatte ich bereits mit vielen Tools Bekanntschaft gemacht und es viel nicht ganz so schwer, neue, digitale Wege zu sehen und zu gehen.

So froh ich um die Möglichkeit bin, Kurse und Workshops online anbieten zu können, so sehr ich es positiv sehe, dass immer mehr Menschen die Scheu vor digitalen Angeboten ablegen… so sehr fehlt es mir dieses Jahr natürlich auch offline mit vielen Katzenmenschen in Kontakt zu sein.

Was mir schlicht und ergreifend komplett fehlt sind echte Messen! Ja es gab natürlich einige Alternativen, die online angeboten wurden, aber ich bin und bleibe nun mal jemand der es liebt auf Messen unterwegs zu sein.



Umziehen mit Katzen. Ein kleines Großprojekt

Ein Umzug ist ja keine Kleinigkeit, ein Umzug über 600km noch viel weniger…

Ein Umzug über 600km mit vier Katzen ist eine echte Herausforderung.

Da war viel Vorbereitung gefragt und eine wirklich gute Logistik.

Es sollte für die Bande so stressfrei wie möglich ablaufen, wir wollten es ihnen so leicht wie möglich machen.

Ziemlich schnell war klar: es wird ein Umzug in mehreren Etappen

  1. Mein Mann fährt mit einem Sprinter voraus, an Board sind bereits einige Katzenmöbel und vor allem der Catwalk
  2. Wir reisen alle gemeinsam in die „fast fertige“ Wohnung
  3. Für meinen Mann geht es zurück nach München und er kommt dann mit der Spedition und unseren Großmöbeln zurück 

Warum haben wir uns für diese etwas aufwendige Art entschieden? Warum haben wir den Katzen im alten Revier so früh einen Teil ihrer vertrauten Möbel und vor allem Ihren geliebten Catwalk genommen?

Es war wie gesagt oberstes Gebot, dass die Katzen mit so wenig Stress wie möglich umziehen können, wir wollten ihnen einen angenehmen start im neuen Zuhause ermöglichen. Es sollte unter allen umständen vermieden werden, dass aufgrund von Stress und Überforderung Konflikte in der Gruppe aufkommen…

Fenster katzensicher machen


Mit diesen Vorüberlegungen war für uns klar: das neue Zuhause soll in den ersten Stunden und Tagen nicht mit Bohrlärm verknüpft sein, die Bande soll ankommen und bereits ihren neuen sicheren Hafen sofort zur Verfügung haben.

Wo war es also nur logisch, dass die Catwalk-Elemente und Kratzsäulen gleich nach Krefeld reisen und auch einige vertraute Lieblingsdecken und Kissen bereits umziehen.

Selbstverständlich blieben auch einige heißgeliebte Katzensachen mit uns in München und ich habe mich darauf fokussiert, mit den Katzen unseren gewohnten Rhythmus zu leben und unsere Rituale genau so beizubehalten wie sie sie schätzen, denn das gibt Sicherheit und vertrauen.

Während ich also für die fellige Herrschaft sorgte, hat mein Mann die neue Wohnung schon katzifiziert, Fenster wurden gesichert, der Balkon vernetzt, Möbel angeschraubt….

Und ich kann nur sagen: unsere Rechnung ging voll auf! Die Katzen sind gut trainiert was Box und Autofahrt angeht, sodass die Fahrt für alle sehr entspannt war, im neuen zuhause angekommen, dauerte es nur wenige Minuten, bis sich eine kleine haarige Reisegruppe auf den Weg machte und sich umgeschaut hat, wo sie denn da gelandet ist. 

Es war für uns wahnsinnig erleichternd und wir waren sehr glücklich…

Ich selbst hatte mich so sehr auf Organisation von Business, Arbeit, Katzen und Umzug konzentriert, dass ich bis zum allerletzten Moment verdrängt hatte, was dieser Umzug für mich bedeutet, welche große Veränderung er bedeutet

… und plötzlich weinte ich doch…

Ich hielt mich tapfer, wirklich! Bis zu dem Moment, als ich mich von meiner Einrichtungsleitung verabschiedet habe… plötzlich liefen sie doch, die Tränen, plötzlich war er da, der Abschiedsschmerz, knapp 20 Jahre haben ich in München gelebt, geliebt und gearbeitet und das alles endete an diesem Freitag…

So nahm ich mir an diesem Freitag Nachmittag ein bisschen Zeit, spazierte noch einmal durch die Innenstadt, ein letzter Cappu in der Hand, noch einmal über den Viktualienmarkt gehen, Gedanken auf still schalten, Erinnerungen kommen lassen, Bilder, Stimmen, Lieder, Gesichter

Atmen, weinen, lächeln, erinnern, festhalten und loslassen….

Da hatte ich wohl etwas unterschätzt, was für ein großer Schritt das ganze für mich ist….

Verstehe deine Katze… ein Business. Viele Gefühle!

Mit dem Umzug ging für mich erst mal die Zeit als Erzieherin zu Ende, voller Fokus auf meine Arbeit als Katzenpsychologin… spannend, aufregend, herausfordernd und ängstigend… und das alles zusammen!

Gefühle… das Thema Gefühle, große Gefühle zieht sich durch mein 2020 ohnehin wie ein roter Faden…

Da passt das dann irgendwie auch ganz gut rein in mein Jahr.

Die letzten 2 Jahre habe ich mich nicht so recht getraut einiges ganz offen zu thematisieren…. Ich habe zwar immer bindungsbasiert gearbeitet, habe euch motiviert feinfühlig, bindungsfreundlich und bedürfnisorientiert zu agieren, habe aber nicht klar gesagt: ich bin Katrin, ich bin ausgebildete SAFE-Mentorin, also eine kompetente Expertin für Bindungsverhalten und diese Expertise bildet zusammen mit meinem Know how als Katzenpsychologin die Grundlage meiner Arbeit.

Es war ein langer Prozess, es bedurfter vieler Gespräche, bis ich aus meiner persönlichen Angst heraus gehen konnte, bis ich den Schritt wagen konnte, das alles offen auszusprechen.

Ich hatte Angst davor, wie dieser Schritt „da draussen“ ankommt, wie das ganze von „den Leuten“ aufgenommen wird…

Was wird man über mich sagen und denken? Wird es unangenehme Kommentare geben? Wird man sich über mich lustig machen?

Diese Gedanken hatte ich aber nun wirklich lange genug gedacht! Ich hatte lange genug jedes Argument zerredet, lange genug gezweifelt…. Ja es war an der Zeit Angst und Zweifel endlich los zu lassen, es war an der Zeit offen zu zeigen „DAS BIN ICH.. DAS IST EIN GANZ WICHTIGER ASPEKT MEINER PERSÖNLICHKEIT UND MEINER ARBEIT“ und ich bin immer noch überwältigt davon, wie viel positive Resonanz ich erfahren durfte und darf….

Und dann war es auch an der Zeit endlich vom unschlagbaren Mensch-Katze-Team zu schreiben und zu sprechen…

Mensch-Katze-Team


Schon so lange tue ich das -heimlich, intern- es war plötzlich einfach nur noch richtig und wichtig ab sofort nicht mehr still und heimlich davon zu sprechen, nicht mehr nur „hinter vorgehaltener Hand“ zu sagen: meine Mission ist es, dass man mit mir zum unschlagbaren Mensch-Katze-Team wird, sondern es klar und offen und begeistert auch nach aussen zu zeigen….

Das überarbeiten meiner Homepage war in diesem Zuge ein emotionaler Kraftakt… kein einziger Text entstand unter Marketing-Aspekt, kein Text wurde einem professionellen Texter übergeben… 

Meine Homepage, meine Geschichte, meine Gefühle, mein Weg……

Es ist mit Sicherheit nicht die professionellste Homepage entstanden, jedoch die persönlichste die ich erstellen konnte.


Mhhhh… wenn man eh schon dabei ist, weit ausserhalb der eigenen Komfortzone zu agieren, wenn man eh schon ständig eigene Grenzen und Ängste überwindet, dann kann man halt auch endlich den lange gehegten Traum vom eigenen Podcast realisieren…. Ende September war es endlich soweit, meine allererste Episode war „da draussen“ und abonierbar, ich saß in einer Art schockstarre vorm PC und wartet förmlich auf einen shitstorm…

  • deine Stimme klingt scheiße
  • Du laberst Müll
  • Du kannst nicht gut sprechen
  • Wenn ich dich hör bekomm ich Plaque
  • Wen interessiert was du redest
  • Du bist total unprofessionell

… ich könnt jetzt locker noch 20 weitere Dinge aufzählen, die ich erwartet habe… was soll ich sagen, das alles blieb aus! Ich habe so herzliches, so wunderschönes Feedback erhalten… ich war und bin einfach nur glücklich

Mittlerweile habe ich so großen Spaß an dem ganzen „Podcast-Ding“ , dass ich Riesen Spaß an jeder einzelnen Episode habe und ich hatte nen Mordsspaß daran, den Adventskalender 2020 eben auch in den Podcast zu packen, 24 Tage, 24 Türchen, 24 kleine Episoden……

Was bleibt von 2020

Dieses Jahr war, ist und bleibt in jeder einzelnen Facette aussergewöhnlich…

Ich bin „beschädigt“ nicht schlimm, nicht schwerwiegend, aber eben doch beschädigt. Was ich seit meiner Geburt als selbstverständlich erleben durfte, nämlich ein Mensch in absoluter Freiheit zu sein, wurde ein Stück weit genommen. Ich kann nicht leugnen, dass dies Auswirkungen auf mich hat, kann nicht so tun, als sei alles ganz wunderbar und als ginge es mir immer und durchweg gut!

Ich kann aber sagen: ich kann dieses beschädigt sein annehmen und mir selbst die Zeit geben zu heilen und ich kann meinen Blick und meine Gefühle vor allem auf das positive lenken. Ich bin dankbar, das hohe Gut der Freiheit und Demokratie ganz anders wertschätzen zu können. Ich bin dankbar und glücklich gespürt zu haben, wie gut mein Mann und ich als Team funktionieren!

Selbst in Isolation bringen wir uns zum lachen - und nur selten auf die Palme - finden Trost beim anderen, ich darf echt und ungeschminkt sein, egal ob wütend, traurig, verzweifelt oder eben glücklich, albern, ausgelassen. Ich darf überfordert sein, genauso wie euphorisch… ich bin dankbar und ich bin verliebt -immer noch, immer wieder, immer mehr-

Ich freue mich auf das neue Jahr, das Jahr 2021 und ich spüre ich kann das Jahr 2020 friedvoll, dankbar loslassen und gleichzeitig viel schönes festhalten und bewahren…

Ausblick 2021

Ein wenig schmunzelnd stelle ich mir gerade die Frage, ob es wohl wirklich Sinn macht einen Ausblick zu wagen… ok, ja ein bisschen geht schon.

Für mich persönlich steht fest: 2021 wird das Jahr in dem ich zum ersten Mal Journaling nutze.

Es kann so plötzlich, so unvorhersehbar so vieles passieren, ich möchte mich besser erinnern können, möchte weniger vergessen.

Das Projekt Drei Catladies wird auch 2021 weitergehen!

Und ich freue mich unglaublich darauf.

Verstehe deine Katze darf ganz in Ruhe weiter „wachsen“.

Es wird auch 2021 neue Kurse und Workshops online geben.

Vielleicht wird es Ende 2021 einen Cat Summit für euch geben.

Ich wünsche Euch schöne, wenn auch andere und besondere Weihnachtstage, einen guten Rutsch ins Neue Jahr, doch vor allem Wünsche ich jedem von euch Gesundheit und Glück….. selbstverständlich auch für eure Familien und ohne Frage für eure Katzen.

Katrin Knispel, Katzenpsychologin

Hallo mein Name ist Katrin. Ich mag: Katzen (das überrascht jetzt sicher,) lesen, Wellness, Musik, meinen Mann, Sushi, ehrliche Menschen, Freunde, Kaffee. Was ich nicht mag: Stillstand, Unehrlichkeit, Reis, Möhren (gekocht, roh sind sie super!) Schlangen, Fisch (erhitzt), Zeitdruck, Technik

Das könnte Dir auch gefallen

Kommentieren

Your email address will not be published. Required fields are marked

{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}